© 2026 by Bruno Küpper. Alle Rechte vorbehalten
Warum habe ich als Handslungsort für meine neuen Krimis Oberstdorf und seine Umgebung ausgewählt?
Seit meiner Kindheit habe ich oft Urlaub in den Bergen gemacht.
In den letzten Jahren war ich regelmäßig in Oberstdorf, weshalb die Handlung auch überwiegend dort spielt.
Aufgrund einer Erkrankung kann ich nicht mehr wie früher stundenlang Berge hinauflaufen. Deshalb nutze ich gerne eine der vielen
Bergbahnen für den anstrengenden Teil, nämlich für den Weg bergauf. „Runter geht‘s immer“, heißt es, und das stimmt. Ich bin schon
viele Wege von den Bergen aus zu Fuß ins Tal zurück gelaufen. Aber auch die Wanderwege in die Täler in der Umgebung mag ich, mit
der Gewissheit, vielerorts einen Bus oder andere Fortbewegungsmittel nutzen zu können, wenn die Beine nicht mehr wollen.
Die Hauptfigur in meinen ‘Oberstdorf-Krimis’ ist Lisa, eine junge Polizistin, die in Oberstdorf ihre erste Stelle nach der Ausbildung antritt.
In den Krimis arbeitet Lisa immer wieder mit Kommissar Jung von der Kripo Kempten zusammen. Er wundert sich, dass Lisa, aber auch
viele Einheimische, „nach Oberstdorf“ sagen, wenn sie aus der Umgebung in den Ortskern zurückkehren. Woraufhin Lisa überlegt, wie
weit es etwa von ihrem Zuhause durch das Trettachtal bis Spielmannsau ist. Sie kommt auf rund neun Kilometer. Und ist dort immer
noch in Oberstdorf! „Egal“, sagt sie.
Für Wanderfreunde gibt es tatsächliche viele Wege und Ziele:
Das Trettachtal und seine Nebentäler, nämlich das Faltenbachtal, wo es zum Höfatsblick und zum Nebelhorn geht, das Oytal, das
Dietersbachtal und das auch im Buch erwähnte Traufbachtal.
Dazu kommen das Stillachtal und natürlich das Breitachtal mit seiner Klamm, von dem aus man auch wieder in mehrere Nebentäler
wandern kann. Ob Lisa sie alle schon erlaufen hat, erfährt man im ersten Buch nicht.
Unerwähnt bleiben darf nicht, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, sich unterwegs zu stärken, oder in Oberstdorf Hunger und Durst zu
stillen. Ein paar von ihnen werden im Buch genannt; ohne Wertung, denn ich bin kein Restauranttester!
Genug der Werbung für Oberstdorf.
Wie bereits erwähnt habe ich 2016 bis 2018 eine Trilogie veröffentlich, „Das Projekt Duplo”, eine Science-Fiction-Krimi-Reihe.
Wie kam es dazu?
Als Teenager habe ich Science-Fiction-Bücher regelrecht verschlungen, vor allem die Bücher aus Heyne-SF-Reihe.
Besonders interessant fand ich die Science-Fiction-Krimis von Isaac Asimov, der die Geschichten in seinen Phantasiewelten oder auf
der Erde in der Zukunft ansiedelte. Seine technischen Ideen waren teilweise sehr realistisch, denkt man bspw. an Laufbandstraßen
(heute auf Flughäfen und Messen vielfach anzutreffen), die er als zukünftiges Massenverkehrsmittel in den großen Städten sah. An
anderen Stellen hat er die rasante Entwicklung der Technik nicht kommen sehen, wie beim ‘Telefon ohne Schnur’.
Seine Bücher hatten aus meiner Sicht einen entscheidenden Vorteil: Überflüssiges Material, das andere Autoren gerne verwenden, um
Seiten zu füllen, gab es es bei ihm kaum. So haben seine Krimis meist etwa 200 Seiten, eine aus meiner Sicht angenehme Größe, an
der ich mich orientiert habe.